Unser Umgang mit KI
go~mus ist Infrastruktur für Kultureinrichtungen. Mit Künstlicher Intelligenz verfahren wir ebenso: nicht als nachträglicher Zusatz und nicht als vorgeschalteter Chatbot, sondern als Bestandteil eines sorgfältig gebauten Fundaments. Unsere Aufgabe ist nicht, Museen KI zu verkaufen. Unsere Aufgabe ist, ihre Arbeit verlässlich, zugänglich und zukunftsfähig zu halten, auch in einer Welt, in der Software zunehmend von Maschinen gelesen und bedient wird.
1. KI ist Infrastruktur, kein Feature
KI ist bei uns keine nachträgliche Ergänzung. Wir bauen go~mus von Grund auf sauber strukturiert, dokumentiert und maschinenlesbar. Das senkt Kosten und Zeit für die Anbindung an die Museums-IT und hält das System für künftige Werkzeuge bereit. Kein Museum begibt sich damit in Abhängigkeit vom KI-Versprechen eines einzelnen Anbieters. Eine saubere, offene Grundlage ist die Voraussetzung dafür, dass KI-Werkzeuge überhaupt sinnvoll arbeiten können.
2. Die Daten gehören dem Museum
Die Daten gehören dem Museum. Wir geben sie nicht an KI-Dienste weiter und trainieren keine Modelle damit. Das gilt auch für unsere eigene Entwicklung: Die Werkzeuge dort arbeiten mit Quellcode, Dokumentation und Testdaten. Produktionsdaten haben in einer Entwicklungsumgebung nichts zu suchen, auch nicht in einem Stacktrace.
Was eine Einrichtung mit einem eigenen Agenten tut, entscheidet die Einrichtung. Richtet sie einen Agenten auf unsere API, fließen die Daten dorthin, wohin das Haus sie schickt. Wir liefern dafür dokumentierte Schnittstellen und den Auftragsverarbeitungsvertrag. Diese Entscheidung treffen wir nicht für das Haus, und wir behaupten keine Kontrolle über Werkzeuge, die uns nicht gehören.
Die Besuchenden vertrauen ihre Daten dem Museum an, das Museum vertraut sie uns an. Und wir geben sie nicht weiter.
3. Für Häuser jeder Größe, und wir hören zu
Saubere, maschinenlesbare Schnittstellen senken die Integrationskosten für das kleine Haus mit knappen IT-Ressourcen ebenso wie für den großen Verbund. Wir entwickeln für den gesamten Sektor, nicht allein für jene, die sich aufwändige Beratung leisten können. Und wir hören dem Sektor zu. KI ersetzt das Gespräch mit der Einrichtung nicht, sie verschafft uns mehr Zeit dafür.
4. Der Mensch entscheidet
Wir sind überzeugt, dass KI in vielen Bereichen sinnvoll zum Einsatz kommen wird, auch im Museum. Ihre Entwicklung muss sich jedoch an konkreten Bedarfen in den Abläufen orientieren, nicht an der Technik um ihrer selbst willen. Wir analysieren die Abläufe und entwickeln Werkzeuge und Prozesse mit KI, die dem Museum zu effizienterer Arbeit verhelfen. Die Maschine bereitet vor, die Entscheidung trifft immer der Mensch.
So halten wir es auch bei den Standardtexten unserer Online-Shops. Die erste Fassung entsteht mit KI-Unterstützung, überarbeitet wird sie von Menschen. Die Maschine nimmt die stumpfe Hälfte der Arbeit ab, für den Ton bleibt ein Mensch verantwortlich.
Woran wir uns messen lassen: daran, ob Museen ihre Arbeit besser machen können, nicht daran, wie viel KI wir für uns behaupten. Wir arbeiten transparent, wir bleiben ehrlich in dem, was die Technik leisten kann und was nicht, und die Kontrolle bleibt beim Menschen.
Diese Seite beschreibt eine Haltung. Die rechtliche Einordnung, welche Rolle wir für welches System einnehmen und warum die Transparenzpflichten der KI-Verordnung für go~mus nicht greifen, steht nüchtern und getrennt davon: go~mus und die KI-Verordnung.
Version 2.1, Stand 28. August 2026
Versionen
- 2.1, 28. August 2026: Punkt 4 um das Beispiel der Shop-Texte ergänzt, bei denen eine Maschine die Erstfassung schreibt und Menschen sie überarbeiten.
- 2.0, 30. Juli 2026: Abschnitt 2 getrennt in unseren eigenen Umgang mit den Daten und den Einsatz eigener Agenten durch die Häuser. Die rechtliche Einordnung nach der KI-Verordnung steht jetzt auf einer eigenen Seite.
- 1.1, 1. Juli 2026: Formulierungen präzisiert, Punkt 3 klarer benannt.
- 1.0, 30. Juni 2026: Erstveröffentlichung.